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Captain Presence System by ShipSolution · Kommende Lösung

Der Autopilot hält Kurs. Aber wer prüft, ob noch jemand im Steuerhaus steht?

Auf Binnenschiffen mit Autopilot muss während der Fahrt eine aufsichtsführende Person im Steuerhaus sein. In der Praxis ist das niemandem nachweisbar. Captain Presence schließt diese Lücke mit einem getragenen Armband, drei Empfängern im Steuerhaus und einem Rechner an Bord. Das System befindet sich in der Zertifizierungsphase; diese Seite beschreibt das Verfahren, nicht ein fertiges Produkt.

Status: in der Zertifizierungsphase

Captain Presence wird derzeit in Pilotinstallationen erprobt und zertifiziert. Wir veröffentlichen keine Messwerte, Fristen oder Funktionen, die noch nicht produktiv verfügbar sind. Was hier steht, ist der Stand des Verfahrens. Sobald die Produktfreigabe vorliegt, ergänzen wir Daten aus dem Pilotbetrieb, Unterlagen für die Mitbestimmung und das Preismodell.

Das Problem

Die Anforderung ist eindeutig. Die Kontrolle bisher nicht.

Ein Schiff unter Autopilot fährt zuverlässig geradeaus, auch dann, wenn niemand mehr hinschaut. Genau deshalb ist die Anwesenheit im Steuerhaus vorgeschrieben. Nur gibt es bisher kein Verfahren, das diese Anwesenheit erfasst: keine Aufzeichnung, keine Warnung, keinen Nachweis. Fällt der Schiffsführer aus, bemerkt es niemand, bis etwas passiert.

Bestehende Ansätze lösen das nur halb. Ein Totmannschalter, der in festen Abständen eine Bestätigung verlangt, wird als Störung empfunden und umgangen. Eine Kamera im Steuerhaus ist arbeitsrechtlich kaum durchsetzbar und in der Sache nicht besser: Sie erzeugt Bildmaterial von der ganzen Schicht, um eine einzige Ja-Nein-Frage zu beantworten.

Modernes Steuerhaus eines Binnenschiffs mit Navigationsanzeigen und Blick auf den Fluss
Funk statt Kamera

Drei Empfänger, ein Armband, ein Rechner an Bord

Der Schiffsführer trägt ein Armband, das im Sekundentakt ein Funksignal aussendet, dieselbe Technik wie bei einem Kopfhörer, nur schwächer. Drei Empfänger im Steuerhaus melden, wie stark sie das Armband hören. Aus dem Vergleich berechnet ein kleiner Rechner an Bord, wo im Raum sich das Armband befindet und damit, ob die Person anwesend ist.
01

Senden

Das Armband sendet fortlaufend ein schwaches Funksignal aus. Es gibt keinen Knopf, der regelmäßig gedrückt werden muss, und keine Anmeldung zu Schichtbeginn.
02

Empfangen

Drei Empfänger im Steuerhaus melden ihre jeweilige Signalstärke an den Bordrechner. Sie hängen verteilt im Raum, in etwa zwei bis zweieinhalb Metern Höhe.
03

Berechnen

Der Bordrechner bestimmt daraus eine Position im eingemessenen Grundriss und leitet den Zustand ab: im Steuerhaus, außerhalb oder Signal verloren.
04

Alarmieren

Verlässt die Person den Raum, ohne dass jemand übernimmt, wird ein Alarm ausgelöst und der Vorgang protokolliert. Stille beendet einen Alarm nie.
Drei Zustände, mehr gibt es nicht

Im Zweifel nicht raten

Im Steuerhaus

Die Person ist im Raum. Normalzustand, kein Alarm. Bewegung innerhalb des Steuerhauses, etwa zum Kartentisch, löst nichts aus.

Außerhalb

Die Person hat das Steuerhaus verlassen. Der Alarm wird erst ausgelöst, wenn mehrere aufeinanderfolgende Messungen deutlich außerhalb des Raums liegen.

Signal verloren

Es kommt kein Signal mehr, oder das Armband wird nicht getragen. Das System weiß es nicht und sagt das auch, statt einen Zustand zu erfinden.

Offizier auf der Brücke schreibt nachts einen Bericht am Tablet
Warum kein Kamerabild

Ein Funksignal erfasst genau eine Kleinigkeit: die Entfernung zu drei Punkten im Raum

Eine Kamera erfasst alles und wertet daraus eine Kleinigkeit aus. Ein Funksignal erfasst genau eine Kleinigkeit. Es gibt kein Bild, keinen Ton und nichts, was sich nachträglich zu etwas anderem auswerten ließe. Das ist keine Beschränkung, die wir in Kauf nehmen. Es ist der Grund, warum das Verfahren mitbestimmungsfähig ist.

Wir sagen offen: Captain Presence erfasst den Aufenthalt einer namentlich bekannten Person. Damit ist die entscheidende Frage nicht, ob personenbezogene Daten anfallen, sondern wie eng der Rahmen gezogen ist. Unsere Antwort besteht aus drei Festlegungen: Die Erfassung endet an der Steuerhaustür, sie erzeugt kein Bild und keinen Ton, und sie läuft an Bord statt in einer Cloud.

Für wen das System gebaut ist

Entstanden für das Steuerhaus. Anwendbar überall dort, wo Anwesenheit in einem Raum zählt.

Binnenschifffahrt

Aufsichtspflicht im Steuerhaus bei Autopilotbetrieb, Alleinfahrer, Nachweis im Ereignisfall.

Reederei und Schiffsmanagement

Flottenweiter Überblick über die Einhaltung, ohne an Bord anrufen zu müssen, als Anbindung an die Flottenansicht.

Besetzungspflichtige Leitstände

Räume, die während des Betriebs nicht unbesetzt sein dürfen, unabhängig von der Branche.

Alleinarbeit an gefährdeten Arbeitsplätzen

Wo eine Person allein arbeitet und ein Ausfall sonst unbemerkt bliebe. Der Notrufknopf am Armband ist hier oft der wichtigere Teil.

„Ein Alleinfahrer, der im Steuerhaus zusammenbricht, wird derzeit von niemandem vermisst. Dieses System bemerkt es.“
Das Argument, das dem Schiffsführer gehört
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Captain Presence

Muss der Schiffsführer etwas tun?

Nein. Er trägt das Armband, mehr nicht. Es gibt keine Bestätigung in festen Abständen, keinen Knopf, der regelmäßig gedrückt werden muss, und keine Anmeldung zu Schichtbeginn. Genau das unterscheidet das Verfahren von einem Totmannschalter.

Nein. Ein ausgelöster Alarm endet ausschließlich dadurch, dass eine Person wieder im Steuerhaus erkannt wird. Fehlende Signale beenden ihn nie. Wird das Armband abgelegt, meldet das System den Zustand als unbekannt, nicht als anwesend.

Ja. Jedes Armband wird eigenständig ausgewertet. Bei einer Ablösung zählt, dass eine berechtigte Person anwesend ist, nicht welche.

Captain Presence befindet sich in der Zertifizierungsphase. Messwerte wie die Zeit bis zum Alarm, die Positionsgenauigkeit nach Einmessung oder die Batterielaufzeit veröffentlichen wir erst, wenn sie aus dem Pilotbetrieb belegt sind. Lassen Sie sich über den Fortschritt informieren, dann erhalten Sie diese Angaben als Erste.

Über den Zertifizierungsfortschritt informieren lassen

Wir nehmen Sie in die Liste für Vorführungen im Musteraufbau oder an Bord auf und melden uns, sobald die Produktfreigabe vorliegt. Keine Verpflichtung, keine Werbevorführung.